Hallo Haiko, Stefan und die andere.

Ich habe natürlich nicht gemeint, dass mit dem MIT Lizenz dürfen wir xres mit allen möglichen Open Source Libraries beschmieren ohne nachzudenken. Ich habe bloß gedacht, dass das Link für euch alle interessant wäre.

Ich bin mit der Idee alle externe Libraries außer xRes zu halten komplett einverstanden. Ich glaube Composer ist das richtige Tool dafür und habe auch schon seit längere Zeit dafür agitiert (Thema Packages und Gespräche mit dem Stefan Rank-Kunitz. Wir haben damals diskutiert ob wir "symfony/console" haben könnten, nachdem hat Justin selber die Flug Console gebaut).

Wenn wir also soweit sind Composer zu nutzen kommt die Frage vor, welche Libraries dürfen wir doch nutzen. Es gibt eine Menge Software die wir schon nutzen (Linux, GNU, apache, php, lftp, collectd, supervisord, curl, u.s.w). Die haben alle eigene Lizenzen, das ist also die Umgebung, die xRes braucht. Es gibt eine Menge Software die wir nicht nutzen, aber nutzen könnten z.B. oben genannte "symfony/console", oder anderes Beispiel "symfony/finder". Finder ist eine sehr kleine Library, die die Arbeit mit dem Filesystem vereinfacht (Dateien suchen, filtern u.s.w.). Wenn wir die Library mit dem Composer installieren, wird sie auch das Teil der Umgebung, gleichartig zu allen anderen Software. Deswegen möchte ich fragen, wo liegt die Grenze zwischen "ja" und "nein"?

Wenn ich die Aussage von Haiko richtig verstanden habe, "Make it or test it", wäre es kein Problem z.B. symfony/finder zu nutzen, wenn ich den Source Code von der Library mir angeschaut habe. In den Libraries von symfony sind auch normalerweise Unit-Tests drin. Die Libraries sind auch von vielen Leute genutzt, und hätten sie Bugs drin, wären sie schnell vom Community zu finden. Auf der andere Seite verstehe ich, dass je weniger solche Abhängigkeiten gibt, desto besser - desto weniger ist das mögliche rechtliche Risiko.

Ich persönlich möchte schon seit ewig "symfony/console" für die Importer nutzen. Mit der Library ist z.B. Autocheck/Flugcheck gebaut, und auch Composer selber. Implizit also nutzen wir sie schon, explizit im xRes aber noch nicht. Und ich möchte am Beispiel dieser Library sehen wie sieht das "Abnahmeprozess" aus. Das ist also mein Antrag. Was muss dafür noch gemacht werden?

VG
Viktoras

On 09/23/16 11:13, Haiko Gerdes wrote:

Hallo Stefan, Viktoras und die anderen J

 

Vielen Dank für Eure Hinweise und Darstellungen.

 

Grundsätzlich sehe ich den Einsatz externer Software sehr zweischneidig und daher im Einzelfall zu entscheiden.

-        Einerseits, sollte man nicht alles selber machen
und stellt dies ja gerade auch einen Vorteil der Entwicklung in einer Open Source Umgebung dar.

-        Andererseits, haben wir mindestens zwei Probleme beim Einsatz von Open Source

o   Die Haftung, macht das Modul, das was es soll und auch nur das, stabil und dauerhaft?
Ist der Aufwand ein Modul entsprechend genau auf seine Qualität zu überprüfen wirklich
vertretbar im Vergleich zu – ich baue es dann gleich selber

o   Die Open Source Thematik, xRes ist unsere Software und soll diese auch bleiben und nicht
zu Open Source werden, nur weil dort ein wenig Open Source verwendet wurde

 

Vor diesem Hintergrund muss dann jeder entscheiden, „Make it or test it“.

 

Übrigens haben wir in allen unserer Verträgen zu unseren Kunden einen Hinweis auf den Einsatz von Fremdsoftware.

Dort werden Systeme aufgeführt, die wir einsetzen und wo wir versuchen die Haftung für deren Probleme auszuschließen.

Von daher, würde ich gerne eine Liste über diese Komponenten gepflegt haben.

Möglichst wenig Aufwand und auch dort gilt sicher, dass Ihr entscheiden müsst, wir relevant der Einsatz ist.

 

Mit freundlichen Grüßen / Best regards

Haiko Gerdes
- Geschäftsführer / Managing Director –

 

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D-04229 / Leipzig

Tel.: +49 341 355 740 – 10 // Fax: +49 341 355 740 - 11

Mobil: +49 172 610 2849

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Von: s.rank-kunitz@traso.de [mailto:s.rank-kunitz@traso.de]
Gesendet: Freitag, 23. September 2016 09:58
An: entwicklung@lists.traso.de
Cc: Haiko Gerdes <h.gerdes@traso.de>
Betreff: Re: [Entwicklung] Was eigentlich "MIT License" bedeutet

 

Moin,

Danke, das ist sehr informativ.

ABER der Artikel ist nicht relevant für unsere Arbeit. Die Position eines Entwicklers bei Einsatz einer externen Software ist diese:
Die Bewertung der Lizenz einer externen Software entspricht einer Rechtsberatung und erfordert damit (in Deutschland) eine juristische Ausbildung und eine entsprechende Aprubation. Nur dann ist es einem Arbeitnehmer möglich, eine Lizenz zu verstehen, ihre Folgen abzuschätzen und ihre Verträglichkeit mit anderen Bestimmungen zu prüfen. Relevant können in diesem Kontext sein:

Da (meines Wissens nach und ich bitte um Korrektur) kein Mitarbeiter der TraSo diese Befähigung hat, haben wir aktuell genau diese Optionen:

  1. Wir legen die Lizenzbedingungen jeder einzelnen Software, die zum Betrieb unserer eigenen xRes-Programmteile erforderlich ist, der Geschäftsführung vor, diese schätzt das Risiko ab und gibt den Einsatz des externen Paketes frei ODER verweigert dies. In letzterem Fall sind dann Folgen wie die Absage einer Entwicklung oder  die Freigabe der Eigenentwicklung einer gleichartigen Software zu diskutieren. Aufbauend hat die GF natürlich immer die Möglichkeit, einen externen Juristen zu befragen oder gar einen Juristen einzustellen.
  2. Wir verhalten uns generell so, als dürften wir die Software nicht verwenden.

Meine persönliche Meinung ist der folgende Kompromiss:

VG SRK

Mit freundlichen Grüßen
 
Stefan Rank-Kunitz
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Am 22.09.2016 um 16:37 schrieb Viktoras Bezaras:

https://writing.kemitchell.com/2016/09/21/MIT-License-Line-by-Line.html
 

 



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