Liebe Kollegen,

dieses Jahr steht unser Gesundheitstag ganz im Zeichen des mentalen Stressabbaus und ich möchte euch jetzt schon zur dieswöchigen Mittwoch Session einladen, die Themen kennenzulernen.

Weiter geht es hier aber erstmal mit der Newsletterrunde mit ein paar Fakten über Stress.

Ganz ehrlich: unser Körper bräuchte mal einen Screen-Refresh 🤓. Denn: seit 150.000 Jahren tickt unser Körper immer noch nach Steinzeit-Programm. Sobald Gefahr droht, schaltet er in den Säbelzahntiger-Modus: Adrenalin und Cortisol schießen nach oben, Herzschlag und Blutdruck steigen, die Verdauung stoppt – wir sind bereit für Flucht oder Angriff.
 
Kurzfristig brillant – selbst wenn der Angreifer nur eine Email ist und wir innerlich auf einen mentalen Baum flüchten. Doch was passiert, wenn wir auf den Baum geflüchtet sind und der Tiger es sich darunter gemütlich macht und auf uns wartet?  
Wenn der Tiger, der Stress, – in unserer Wahrnehmung - nicht verschwindet, wird Stress chronisch. Und dann greifen die Stresshormone und Neurotransmitter genau die Bereiche an, die uns so wichtig sind: Leistung, Haut, Libido, Gewicht, Stimmung und Schlaf.
 
Und jetzt kommt die Genetik ins Spiel.
Nicht jeder Mensch reagiert gleich. Manche bleiben auch unter Druck erstaunlich gelassen, während andere schnell erschöpfen. Der Unterschied liegt unter anderem in unseren Stressgenen: Gene, die bestimmen, wie schnell Neurotransmitter abgebaut werden oder wie empfindlich unsere Stressrezeptoren sind. Hier die wichtigsten: 

Das COMT-Gen steuert die Enzyme, die Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin abbauen – wie schnell oder langsam das passiert, entscheidet über innere Ruhe oder Nervosität unter Druck. Die genetische Variante von COMT met-met, führt dazu, dass du Stressneurotransmitter 4x so langsam abbaust – also in Bezug auf Aktivierung „always on“ bleibst. Das betrifft 20% der kaukasischen Bevölkerung (weißhäutige Mitteleuropäer).

Das MAOA-Gen baut Serotonin, aber auch Dopamin und Noradrenalin ab – Varianten bestimmen, wie stark du Stimmungsschwankungen unter Stress erlebst.

Transporter: z. B. DAT (Dopamin) oder SERT (Serotonin) regulieren, wie lange ein Botenstoff im synaptischen Spalt bleibt.

Rezeptoren: z. B. DRD2 (Dopamin) oder HTR2A (Serotonin) legen fest, wie sensibel deine Zellen auf Stresssignale reagieren.

Ob du dich bei Stress also eher unruhig, gelassen oder sofort erschöpft fühlst, hängt nicht nur von deiner Lebensweise ab – sondern auch davon, wie deine Gene diese Wege „verdrahtet“ haben.

🔎 Das kannst du unabhängig von deiner Genetik selbst tun:

👉 Für Dopamin (Motivation & Energie):

👉 Für Serotonin (Gelassenheit & Schlaf):

👉 Für Cortisol (Stresshormon-Balance):

 

 

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Mit freundlichen Grüßen

Nadine Feil
Projekt- und Gesundheitsmanagement

 

#gernperdu

 

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