Freitag der 13., Kapitel 8 - Kleine Quantensprünge
Wir haben Freitag, den 20.12.2013. Eine Woche nach dem Unfall. Gegen 6 Uhr erwache ich endgültig. Die Nächte waren aktuell sehr mühsam, da ich nicht mehr auf dem Rücken schlafen konnte und/oder wollte, allerdings nicht wirklich eine Wahl hatte. Tagsüber soweit noch erträglich, wurde ich des Nachts immer von krampfartigen Schmerzen überrannt, die mich Stunde um Stunde weckten und wach hielten. Nur weil ich den ganzen Tag ruhen oder teilweise schlafen konnte, fiel das nicht stärker ins Gewicht.
Doch an diesem Morgen ist etwas anders. Ich checke den Fuß. Die Schwellung ist leicht zurückgegangen. Aber... da... ist etwas... im Bett. Es... lebt! Schaut mich an. Es bewegt sich! Genau auf mich zu! Aaaaaaah!
Mit einem sanften Ruck hebe ich mit aufgesetzter Ferse das gestreckte Bein an, bewege es ohne große Mühe ca. 30 Zentimeter in die Höhe und halte es dort für 20 Sekunden. WOOOOHOOOOOOO! Dann winkle ich es an und bewege das 90 Grad gewinkelte Bein in Richtung meines Gesichtes. Der Wahnsinn. Fühlte sich schon fast normal an. Das wiederhole ich noch einige Male und bin so glücklich, dass ich unmittelbar danach nochmal weg nicke.
Als gegen 6:30 Uhr die Tür auf geht und ein Arzt mit rotem Haar und rotem Bart eintritt, bin ich sofort voll da. Immerhin hatte ich zwei Fragen parat: Kriege ich meine Röntgen- /CT-Bilder und für wann ist eigentlich meine Entlassung geplant?! Laut neusten Gerüchten, solle die Chirurgie-Station nämlich über Weihnachten/Neujahr geschlossen und mit anderen Stationen zusammengelegt werden.
Die üblichen Verdächtigen stehen wieder in vollem Lichte im Zimmer und Kay grummelt, ob der ungewohnten Uhrzeit, vor sich hin. Der Arzt begrüßt mich, öffnet die großen Pflaster, stellt keine neue ausgetretenen Flüssigkeiten fest und packt meinen Fuß. Mit aufgestellter Ferse solle ich die Zehen in meine Richtung ziehen. Verdammt, die Physios mussten das mit meinem Wadenmuskel offenbar irgendwo zentral hinterlegt haben, so dass hier alle davon wussten. Machte natürlich Sinn, so konnte gezielt damit gearbeitet werden.
Ich drücke feste dagegen und zeige ihm danach, wie ich das Bein seit heute Morgen anheben kann und winkle mal eben aus der Kalten heraus das Bein auf 90 Grad an. Ohne sich groß dazu zu äußern, sagt der Arzt plötzlich: "Hat mit Ihnen eigentlich schon jemand bezüglich Ihrer Entlassung gesprochen?"
Meine Augen werden größer. Ich antworte: Nein, aber ich wollte Sie ohnehin heute früh darauf ansprechen.
Augenblicklich dreht er sich zu seinen Schwestern um und sagt, dass er mich gerne noch vor dem Wochenende entlassen wollen würde - die Schwestern verdrehen sogleich die Augen und meinen: "Wir haben Freitag, das wäre ja quasi heute." Ups, er gibt an, dass das noch zu früh wäre und er eher morgen oder übermorgen ins Auge fasst. WOOOOHOOOOOOO!²
Während er meinen Bewegungsapparat betrachtet, frage ich ihn nach den Röntgen-Bildern. Doch er reagiert nicht einmal auf die Frage. Die protokollierende Schwester ganz im Hintergrund sehe ich nur mit dem Kopf schütteln. Was zum... Ruhe da hinten, auf den billigen Plätzen!
Später kommt eine neue Schwester, die schon bei der Visite dabei war und äußerlich leicht infantil wirkte. Sie wechselte meine Pflaster, stellte sich aber äußerst ungeschickt an. Ich bekam nun futuristisch anmutende transparente Pflaster, die statt der üblichen Flüssigkeiten-aufsaugenden Fläche aus einer Styropor-ähnlichen Wabenstruktur bestanden, so dass man stets alles unten drunter im Blick haben konnte.
Kay versuchte derweil weiter zu schlafen, doch schließlich kam die Schwester auch zu ihm und wechselt seine Pflaster. Als sie den Raum verlässt und dabei die Tür offen steht, erkenne ich im Schwesternzimmer Irene, die mit den Ärzten zusammen steht und diskutiert. Ich winke, doch leider sieht sie nicht zu mir herüber.
Als die Schwester wieder kommt, begehe ich den fatalen Fehler und frage nach Irene. Sofort wird sie ungehalten und antwortet schnippisch: "Ich kenne keine Schwester Irene. Ich kenne doch nicht Jeden hier mit Vornamen. Wer weiß, wen Sie da gesehen haben und ich kann mich darum nicht kümmern, weil ich noch..." Und dann zählt sie irgendwelche belanglosen Arbeiten auf... doch ich höre nicht mehr zu.
Grmpf.
Mittlerweile komplett wach, macht Kay etwas Musik zur Entspannung an. Er erzählt weiter Anekdoten, wir lachen viel, als plötzlich die Tür aufgeht und ein kleiner Mann rein kommt, uns begrüßt und im Klo verschwindet. Was uns eher verwunderte, denn die Dame die das Bad putzte, war schon da. "Was machen Sie denn da?" wollte Kay wissen. "Ich putze den Klodeckel." ertönt es aus dem Bad. Skeptisch blicken wir uns an und Kay fragt nach: "Sie sind nur hier, um den Klodeckel zu putzen?". Er bejaht. Nachdem er das Zimmer verlassen hat, beginnen wir zu lachen. Soso, ein Klodeckel-Putzer... wie man wohl diese Stelle ausschreibt? Naja, kein schöner Job, aber irgendwer muss ihn schließlich auch tun.
Während ich weiter an den Kapiteln schreibe, höre ich bei Kay immer Jemanden sprechen. Seine Freunde machten sich einen Spaß daraus, ihm statt Textnachrichten gesprochene Memos zukommen zu lassen. Bei Whatsapp gibt es diese Funktion seit ca. 5 Monaten.
8 Uhr. Das Ding aus dem Essens-Sumpf. Mit gerümpfter Nase, ihrer formschönen roten Duschhaube und einem Blick, der in Johnny-Nummer 5 gewohnter Art "brauche Input!" zu sagen scheint, steht sie in der Tür und wartet. "Was wollen Sie denn?" liegt es Kay in den Ohren. Er beginnt ein ordentliches Frühstück aufzuzählen: "Zwei Spiegeleier, einen Toast, einen Espresso, Salat" usw., doch sie hatte offenbar schon damit gerechnet und erwidert: "Es steht Ihnen völlig frei etwas aufs Zimmer zu bestellen." Kay grinst, da er aber die reichhaltige ausgewogene abwechslungsreiche Frühstücks-Palette noch nicht kennt, lässt er mir den Vortritt.
Ich zähle nahezu dasselbe auf, wie am Vortag. Da sie dieses Mal direkt an ihrem Wagen steht und die 5 Sekunden überbrücken kann, bevor sie alles vergessen hat, habe ich sogar das drauf, was ich wollte. Kay übernahm meine Bestellung und wandelte sie für sich leicht ab. Sie kommt mit seinem Teller in ihrem elegantesten Entengang herein gewatschelt und stellt ihn auf seiner Nachttisch-Lade ab. Die Nase immer weit nach oben gerichtet.
Kay schaut auf den Teller und ihm entweicht ein: "Oh, das haben Sie ja schön dekantiert, mit der Tomate."
Sie bleibt stehen und verkrampft. Sieht aus, als würde sie denken. Ob sie Kays Fehler bemerkt, dass er dekoriert statt dekantiert meinte? Kannte sie überhaupt eines der beiden Wörter?
Plitsch. Platsch. Plitsch. Platsch. Verdammt, die Tropfstein-Höhlen Geräusche kommen doch aus ihrem Kopf. Sie geht einen Schritt. Seitwärts. Kay Nase-rümpfend fest im Blick. Eine Antwort bekommt sie nicht heraus. Wie ein Krebs bewegt sie sich seitwärts in Richtung Tür, ihre Hände und Finger noch immer in der Haltung, als ob sie einen Teller tragen würde. Nach vier Schritten stößt sie auf und es bilden sich Worte: "Aha, aha... na wie auch immer Sie das jetzt meinen." Kay lacht und sagt: "Ich meinte das schon nett" und sie erwidert direkt: "Sie müssen das jetzt nicht irgendwie schlecht machen." krebst zur Tür und schließt diese eilig hinter sich.
Ein gemeinsamer /facepalm zeichnet sich bei uns Beiden ab, bevor wir wieder zu lachen beginnen.
Gegen Mittag kam sie wieder. Kay wollte zwar Mittags bereits gegangen sein, konnte sich aber nicht das Abenteuer des Mittagessens entgehen lassen. Während wir miteinander sprechen, rümpft sie das Essen hin und geht zügig. Gespannt wie ein Flitzebogen reiße ich den Deckel hoch. Tadaaaa, falsches Essen. Kay lüftet seinen Deckel. Tadaaaa, falsches Essen. Wir rufen einen Pfleger und nennen das falsche Essen.
Moment, Kay hatte mein Essen und ich hatte seines. Wir tauschen einfach. Der Pfleger kommt wieder mit einem weiteren Essen und wir erklären ihm den Tausch. Später bemerkt Kay, dass die Essens-Hohlrollerin bereits bei der Befragung am Vortag unsere Namen vertauscht hatte.
Es ist doch äußerst faszinierend, wenn nach 7 Tagen, wo man den Patienten immer mit Namen anredet (wenn auch abgelesen), dann plötzlich sein Bettnachbar genau den selben Namen trägt und der ursprüngliche Patient einen anderen. Also Zufälle gibt's...
Das Mittag selbst war an diesem Tag auch ein Volltreffer. Ins Klo. Keine der Zutaten passte zusammen, es schmeckte ekelhaft. Frisch war da nichts, alles kam aus Dosen und wurde wild zusammen geworfen. Dieses "Essen" war äußerlich wie geschmacklich einfach nur grotesk.
Als die Essens-Intelligenz-Bestie kommt, um das Geschirr abzuräumen, stellt Kay nur eine Frage: "Wo kriegen Sie denn das Essen her?"
Sie geht mit der Eleganz eines 700 kg-Walrosses zur Tür, hält kurz inne und antwortet: "Jaja, ich habe meiner Abteilungsleiterin schon gesagt, dass Sie ein schwieriger Patient sind." In ihrem Beisein fangen wir beide laut an zu lachen und während sie die Tür schließt, wirft Kay noch ein "In welcher Hinsicht bin ich denn ein schwieriger Patient?" hinterher. *Klapp*, die Tür ist zu. Ich sage zu Kay, dass sie in ihrem Sauerkohl von Kopf, ab morgen diese Aussage wohl mit mir assoziieren wird, wenn er denn weg ist und sie das nicht rafft.
Pünktlich 13 Uhr verschwindet Kay dann nach ausführlicher Verabschiedung. Die Schwestern haben trotz seiner Ankündigung und der Abholung seiner Entlassungspapiere seinen Auszug offenbar nicht realisiert, denn erstmal passiert eine Weile gar nichts.
Dann kommt eine neue Physio-Dame, bzw. eher eine Physio-Omi. Anders als die Damen der letzten Tage, spult sie Hardcore-mäßig ein festes Programm ab, das exakt nach 19 Minuten und 58 Sekunden endet. Plus/Minus 2 Sekunden. Bett-Trockenübungen. Weiter. Gang laufen. Los los! Treppe runter. Schneller. Treppe hoch. BEWEGUNG. Gang zurück. MACHE HINNE! Fertig. Tschüss.
Na gut, das ist bis auf den Zeit-Faktor "leicht" übertrieben, aber vom Gang bis zur Treppe und zurück im Gang sagte sie nicht ein Wort und schaute mir immer nur zwischen die... äh, auf die Beine. Irgendwann fragte ich sie, warum sie nichts dazu sagt. Da müssen doch Fehler drin sein. "Nö nö, Sie machen das soweit alles perfekt." erwidert sie. Hmm... na bei ihr fühle ich mich ja richtig gut aufgehoben und individuell geschätzt sowie versorgt. So trainiere ich doch gerne... den Sprung aus dem Fenster.
Zurück im Zimmer, legt sie die Automatik-Schiene an und wir tasten uns vorwärts. Bei 91 Grad macht irgendwas *schnapp*. STOP sage ich, sie hält an und erwähnt, dass sie das Geräusch auch gehört habe. Was das war, bekamen wir allerdings nicht heraus. Es klang nicht nach einem krachenden Knochen, es kam aber definitiv aus bzw. von meinem Bein. Ich vermutete noch am ehesten, dass eine meiner Tackerklammern über einen der Styropor-Ringe des Pflasters geflutscht wäre und damit das Geräusch erzeugt hätte.
Egal, die 91 Grad werden eingestellt und 30 Minuten surrt es neben mir herum. Dieses Mal war es nicht so entspannend angenehm, denn die 91 Grad waren schon ein anstrengender Winkel. Vorallem weil ich sekündlich erwartete, dass irgendwann mal mein Knie knacken müsste, wie es vor dem Unfall auf beiden Seiten oft der Fall war. Seit der OP war das links nicht ein Mal mehr aufgetreten.
Nach den 30 Minuten stellte ich die Maschine selbstständig ab, schnallte mich ab, hob mein gestrecktes Bein aus der Schiene heraus und klingelte nach einem Pfleger. Die Physio-Griechin erschien, war erstaunt, dass ich selbst meinen angeschnallten Fuß befreit und das Gerät abgestellt hatte. Äh... "Stop" auf der Fernbedienung drücken und ON/OFF auf OFF stellen?! Wie gut, dass ich 17 Semester an- und abschalten von Geräten studiert hatte...
So zynisch, wie ich mittlerweile wieder (gedanklich) war, fühlte ich mich bereit, wieder in die Welt hinaus zu treten. Pardon, zu humpeln.
Mittlerweile 15 Uhr, erschien dann Irene nochmal mit selbst gebackenen Keksen auf der Matte und wir redeten fast 2 Stunden über den Unfall, das Training, Gott und die Welt. Interessanterweise war heute ihr letzter Tag auf der Station, dessen Abschluss sie mir widmete. Zwar müsse sie dadurch extra am Samstag nochmal antanzen und alle Technik abgeben, aber für mich tat sie das doch gerne. Als es dämmert, wünscht sie mir alles Gute und verabschiedet sich. Auf dass wir uns in Bälde beim Training wiedersehen.
Alleine im Zimmer, verging die Zeit sehr zügig. Kein Wunder, ich tippe mir auf dem iPhone mit Kapitel 2-3 seit Stunden die Finger wund und schaue parallel ein paar Serien. Gegen 17 Uhr kommt die fauchende NIE-WIEDER-Essens-Schubse und fragt nach meinem Nachbarn. Ich gebe an, dass er seit 13 Uhr weg ist und nenne noch, dass es als Patient nicht meine Aufgabe wäre, da Bescheid zu geben. Sie bestätigt dies und will die Info weitergeben. Es passiert natürlich nichts, da sie mit dem Schließen der Tür vermutlich alles vergessen hatte.
Weil ich von der Häufigkeit der Schwestern-Rufe mittlerweile bei ca. 1x pro Tag angekommen war, war es mittlerweile 21 Uhr, als eine der beiden nettesten Schwester auftauchte, um mir die nächtliche Thrombose-Spritze zu setzen. Sie erspäht das leere ungemachte Bett und fragt, wo denn mein Nachbar sei. Ich antworte auch ihr, dass er 13 Uhr gegangen ist. Sie grübelt kurz und meint: "Na gut, dann kann ich das ja noch der Frühschicht in die Schuhe schieben". Wir grinsen. Zehn Minuten später kommt sie mit einem bereits gesäuberten Bett herein und ersetzt somit den kompletten fahrbaren Untersatz von Kay. Ich war auf die erste Nacht ohne Bettnachbarn gespannt, auch wenn das zu dem Zeitpunkt irgendwie trostlos wirkte, alleine in dem großen Zimmer zu sein.
Im Hinterkopf hatte ich allerdings, dass ich am vergangenen Freitag auch erst 22:45 Uhr aufgeschlagen war. Es bestünde also noch eine gewisse Rest-Chance. Vielleicht würde ich ja von Samstag auf Sonntag jemand Neues bekommen. Aber egal, ich musste eh schreiben, schreiben, schreiben - meine Fans warteten schließlich.
Um 23:05 Uhr habe ich keine Lust mehr, bereite mich für die Nacht vor, schalte alles ab und lege mich schlafen.
Plötzlich werde ich aus dem Schlaf gerissen, die Tür fliegt auf. Rumms, ein Killer-Kommando steht in der Tür! HILFE. Was auch immer ich gerade geträumt hatte, ich war zu dem Zeitpunkt etwas paranoid, im Glauben, die wollen mir was antun. Leicht paralysiert, konnte ich mich aber gar nicht groß bewegen und beobachtete nur geschockt die Szene, die sich innerhalb von wenigen Sekunden abspielt. Ich schiele aufs Smartphone. 23:30 Uhr. Grrrr. Zwei riesige Silhouetten stehen in der Tür. Der größere Typ von Beiden sagt: "Das hier ist dein Bett, da kannst'e schlafen." Der Andere, eine muskelbepackte hünenhafte Silhouette betritt das Zimmer und geht zum zweiten Bett. Hmm, Bettnachbar #4. Ohne Brille sah der Typ furchterregend aus. Ich erkannte Tattoos. Zackige Armee-Frisur. Er beginnt Sachen auszupacken, ich raune ein Nabend, er antwortet Nabend, verschwindet im Bad, kommt wieder raus, zieht sich aus, haut sich aufs Bett, dreht sich rum und schläft.
Was zum... über mir ist das zentrale Licht an, welches sich nur an der Tür ausschalten lässt. Ich klingel wegen dem Licht nach der Nacht-Schwester. Sie kommt herein, ich frage nach dem Abschalten, sie verneint und schließt die Tür.
Die Brille aufgesetzt, will ich mir gerade die Krücken schnappen und vorgehen, da öffnet sich erneut die Tür. Da ist sie wieder und hat einen Tropf dabei. Sie schaltet noch mehr Licht an und spricht mit Bettnachbar #4 über den Tropf.
Er erwidert: "Nix verstehen." Na Bravo, ein Ivan versaut mir nun also die Nacht.
"So, sie werden also gleich Ihre OP haben..."
Was? Jetzt? Sie hat sich sicher versprochen.
"Sie werden dann in den nächsten Stunden gleich abgeholt." Er scheint soweit doch verstanden zu haben. Sie schaltet alles aus und geht. Wir schlafen beide. 2:30 Uhr kommt die Schwester mit dem Bett-Herumschieber rein und sie holen Ivan zur OP ab... WTF... wer operiert denn um diese Zeit...?
Ich bemerke, dass mein linkes Bein, welches ich zur Kühlung die letzten Tage immer ohne Decke offen liegen lies, unter die Decke eingeschlagen war. Wer zur Hölle hat hier wann mein Bein unter der Decke eingeschlagen? Ich schlafe weiter, 4:30 Uhr wache ich wegen der Tablettenschwester auf, die heute schon extrem früh kommt. Keine zwei Minuten später wird Ivan wieder ins Zimmer geschoben und an einen Tropf gestöpselt.
5:38 Uhr, eine gewaltige Lüftung springt draußen auf dem Gang an und heult für 2 Minuten laut auf. Ich versuche mir vorzustellen, welches Gerät wohl ein solches Geräusch verursachen könnte. Mir wird bewusst, dass in einer Stunde schon die Visite ist und dass Ivan dann gerade mal zwei Stunden nach seiner OP dann schon wieder aus dem Schlaf gerissen wird. Naja, irgendwie sein Problem.
Wie immer, 6:30 Uhr startet die Visite... und ich erfahre eine schockierende Nachricht, die den ganzen Tag verändern sollte...
To be continued... nächstes Kapitel: Alltag
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