Freitag der 13., Kapitel 19: Ein kleiner Schritt...
Freitag der 13., Kapitel 19: Ein kleiner Schritt... ~ Freitag, 24.01.2014. ~ Die neue Physio-Welle startet also an einem Freitag, 8:15 Uhr. Heute morgen habe ich nur das Bewegungsbad. Mist, ich wollte doch eigentlich gestern bei denen anrufen, um zu fragen, wie das abläuft und was ich mitbringen muss. Na wie wird das schon ablaufen? Vermutlich setze ich mich in eine Art Whirlpool und die Therapeutin gibt Anweisung. Ich packe mal eine Badehose und ein Handtuch ein. Draußen ist über Nacht Schnee gefallen und es sind -2°C. Wunderbare Bedingungen für einen Krücken-Läufer... NICHT! Beim Taxiunternehmen angerufen, gebe ich 7:55 Uhr den neuen Transportschein mit den 28 Fahrten an. Röntgen-Bilder und den Terminplan eingepackt, starte ich aus der Tür. Nachdem ich drei Etagen tiefer ankomme, denke ich gerade nochmal über den Transportschein nach... da fällt mir ein... ARGH... der liegt noch oben! Ich lasse den Abfall und meinen Rucksack liegen und begebe mich wieder nach oben. Yeah, ich bin schon jetzt durch. Sport für heute abgeschlossen. Als ich die Wohnungstür abschließe, klingelt der Taxifahrer. Egal, schnell wieder runter. Im Erdgeschoss angekommen, überlege ich kurz, gehe zur Hoftür, öffne sie und stelle den Abfall links in der Ecke ab. Zu gefährlich, keine Zeit. Aus der Wohnungstür heraus, werden meine Krücken-Abstände und mein Laufbild immer kürzer und schlechter, denn ich muss mich nur darauf konzentrieren, dass ich nicht ausrutsche. Wir fahren los, ich sage ihm die Adresse und der Fahrer meint, "hinten herum" mit mir fahren zu müssen, weil er mich dann so absetzen könnte, dass ich nicht über die Straße müsste. Hmm, das würde aber mehr Ampeln und somit mehr Fahrzeit bedeuten. Naja, Sicherheit geht vor. 8:06 Uhr starten wir, 08:16 Uhr kommen wir an. Verdammt! Auf dem Weg in den Aufzug muss ich quer durch den Schnee und rutsche am Aufzug weg, kann mich aber noch abfangen. Schön, wenn vor einer Physiotherapie kein Schnee geräumt ist! Unten angekommen, melde ich mich beim Empfang an und werde von der Leiterin der Außenstelle erkannt. Sie hatte mich und meine Familie bereits vor über acht Jahren mal in Behandlung. Wir reden kurz, dann führt mich ein Herr herum und fragt nach meinen Badelatschen. Grmpf. Ich lege mich mit den nassen Krücken mehrmals fast auf die Fresse. Schön, dass bei dem Physio-Bad offenbar keine Patienten mit Krücken einberechnet worden sind?! Glatte Fliesen, keine Haltestangen?! Er zeigt mir die Umkleidekabine und den Eingang zum Bewegungsbad. Ich ziehe mich um und bewege mich Zentimeter-weise vorwärts zum Bad-Eingang. Hmm, kommt denn kein Therapeut, der mich erwartet oder in Empfang nimmt? Na gut, ich gehe einfach mal rein. Oh, was ich mir wieder vorgestellt hatte... das Bewegungsbad ist ein ganz normales (aber kleines) Schwimmbad von 6m Länge, 3m Breite und 1,50m Tiefe, an den linken langen Seite viele Übungsgeräte. Im Becken befinden sich bereits vier Leute und werden von einer kleinen Therapeutin am Beckenrand kommandiert. Und nun? Ich setze mich hin und warte ein paar Sekunden, dann fragt die Therapeutin rufend nach meinem Namen. Ich nicke und sie antwortet, ich soll mich ins Becken begeben, die Übungsrunde hat schon vor 10 Minuten begonnen. Oh, eine Gruppentherapie und ich war zu spät. *seufz* Was zum... wie soll ich denn ins Becken kommen??? Wieder waren nirgendwo Haltestangen an den Seiten, bis auf im Becken selbst an den Stufen und dem Rand. Die gleichen Fliesen, gehe ich Zentimeter für Zentimeter auf den Krücken vorwärts, stelle sie in einer Ecke neben dem Becken ab, mache einen laaaangen Arm, hüpfe ein Stück und kann mich an den Beckeneinstiegs-Halterungen festhalten. Komfort für Gehbehinderte ist etwas anders! Während ich mich vorwärts quäle, kommt die Therapeutin zu mir und fragt mich, wie lange die OP her ist und was gemacht wurde. Ich gebe die fünf Wochen und die Tibiakopf-/Fibula-Fraktur an. Dann steige ich langsam und vorsichtig an beiden Seiten an den Stangen festhaltend, die Stufen herab ins Wasser. Huuuuh, wie ungewöhnlich. Ich muss kein Gewicht mehr auf die rechte Seite legen. Sehr angenehm. Wir kreisen und strecken alle gemeinsam das rechte Bein. Dabei muss ich auf dem linken Bein stehen. Aber so richtig traue ich mich nicht und stehe etwas geknickt. Nach fünf Minuten und einem Seitenwechsel bei den Übungen, sollen wir im Becken vorwärts gehen. Mit der rechten Hand an der Beckenrand-Halterung festhaltend und auf dem rechten Bein stehend, bewege ich das linke Bein vorwärts, setze die Ferse ab, rolle auf die Zehen und... oh Gott... hebe meinen rechten Fuß an und mache eine Laufbewegung, während ich mein Becken komisch verdrehe, aber erstmalig wieder das restliche Gewicht auf die linke Seite lege. Mein erster Schritt mit links, seit dem 13.12.2013. Die nächsten Schritte etwas hakelig, komme ich dann in einer Ecke an. Dann sollen alle Teilnehmer sich mit beiden Ellenbogen auf die Halterungen auflehnen und die Beine an die Wasseroberfläche heben. In Folge dessen dann die Beine anwinkeln, ausstrecken, zur Seite spreizen und am Ende Fahrrad fahren. Ich winkle das Bein an und prompt spüre ich die Blicke der Therapeutin auf mir. "Sie können das Bein ja schon richtig gut anwinkeln" sagt sie. Ich erwidere in dem Krach aus Wasser-Geplantsche: Ich habe ja auch fleißig geübt. "Sieht man!" ist ihre Reaktion, dann üben wir weiter, an dessen Ende wir nochmal gehen sollen. Wieder laufe ich und bewege mich schon ein wenig sicherer. Zum Ende hin schaltet die Therapeutin an einer Seite des Pools eine Art Whirpool-Funktion an, das dient wohl der kurzen Entspannung für die Teilnehmer. Weil ich bereits an genannter Stelle stehe, kriege ich die ersten Blubberblasen ab und bemerke, dass das eher unangenehm an Bein und Fuß ist. Darum bewege ich mich weg und bekomme einen Ehrgeiz-Schub. Während die anderen in den Blasen herum sabbern, gehe ich den Pool entlang. Auf und ab, auf und ab... dann kommen leider die nächsten Teilnehmer. Zwar höre ich, wie die Therapeutin meine Eckdaten dem nächsten Therapeuten erklärt, aber ich wollte nun nicht so dreist sein und noch bei der nächsten Gruppe mitmachen. In Sorge, wie ich aus dem Becken heraus kommen soll, sehe ich einen der Teilnehmer, der am Ende der Halterungsstangen der Beckenstufen wartet und meine Krücken bereit hält. Sehr nett. Er hält mir auch irgendwelche Badelatschen hin, aber ich verneine, schließlich war ich in den leichten Straßenschuhen hier reingekommen. Nachdem ich mir noch das Handtuch rüber reichen lassen habe, gehe ich wieder Zentimeter für Zentimeter über die nassen glatten Fliesen aus dem Band heraus, den Gang entlang in die Umkleidekabine an meinen Spind... und darf feststellen, dass ich den Schlüssel vergessen habe... Nochmal zurück... und wieder hin... kann ich mich dann auch endlich umziehen. Der Mann, der mir die Krücken gereicht hat, kommt aus der Dusche, sieht meine Narben und wir kommen ins Gespräch. Denn er hatte auf beiden Seiten künstliche Kniegelenke und fast identische Narben. So löchere ich ihn fast 15 Minuten mit Fragen, wie es sich anfühlt, wie lange die Genesung war, wie gut er wieder laufen kann, die Missempfindungen und alles sowas. Die Antworten waren äußert interessant und aufschlussreich, aber für mich nur zum Teil verwertbar, da der Mann schon ca. 55 war und ich noch keine künstlichen Gelenke habe. Interessant zu erfahren, was mich erwarten würde, war es allemal. Wieder Zuhause, sieht mich der Catering-Fahrer und bringt mir noch das Essen hoch. Er wäre um Haares-Breite wieder weggefahren, denn niemand hatte ihm die Tür geöffnet. In der Wohnung rufe ich noch in der Physio-Zentrale an und lasse die letzten drei Termine streichen. Sie in die eine Woche mit unterzubringen, an der ich nur Montag bis Mittwoch Termine habe, wäre wohl nicht ohne weiteres möglich, da es offenbar eine "nur-3-Termine-pro-Woche"-Regelung für mich gibt. Später ruft mich die ambulante Reha an und nennt mir für den 10.02. die Uhrzeit 10:50 für den Trainingsstart dort. Hmm, ich werde die nächsten Tage wohl mal dort vorbeischauen und mir den kompletten Trainingsplan abholen. Am Abend erhielt ich noch einen entzückenden Besuch und wir schauten zusammen Dschungelcamp. Urgh, draußen sind es -11°C. ~ Samstag, 25.01.2014. ~ Weil ich mir erneut den Wocheneinkauf antun wollte, habe ich dieses Mal Halbhandschuhe [????] angezogen. So richtig hat es nicht geholfen, aber die Hände waren wenigstens mal auf der kompletten Innenfläche rot, nicht nur an bestimmten Stellen. In Erwartung auf die starken Minusgrade haben wir außerdem nach unserer Rückkehr noch meine Autobatterie ausgebaut und in den Keller geschafft. ~ Sonntag, 26.01.2014. ~ Mein Patenkind war heute fünf Stunden zum Spielen da. Das Besondere daran war, dass wir - trotz aller Vorsicht - beim Spielen mehrmals das Knie gestreift oder angerempelt haben und ich mittlerweile nicht mehr vor Schmerzen aufschreien muss, wenn das passiert. Angenehm ist das natürlich trotzdem nicht. Nach ungefähr vier Stunden (obwohl ich zu 95% nur gesessen habe) machte ich allerdings etwas schlapp und musste mich für 20 Minuten hinlegen. Aber insgesamt hat es uns Beiden viel Spaß gemacht. ~ Montag, 27.01.2014. ~ Wie ungewöhnlich. Die Physio startet in der Zentrale im Erdgeschoss mit der Lymph-Drainage. Außerdem erhalte ich einen neuen Zeitplan. Ich habe tatsächlich nächste Woche jeden Tag Physio! Ab zur Massage. Aber wo? Ich frage nach und bekomme die Antwort, dass es im Bereich des Bewegungsbades stattfindet. Also gehe ich erstmals durch die Bewegungsbad-Tür und... watch out, the floor is very wet... huiiii... einen Gang entlang. Ich nehme Platz und werde kurz später aufgerufen. Weiter den Gang entlang, komme ich schließlich an den Scheiben des Bewegungsbades vorbei. Es hat exakt die identischen Ausmaße wie in der Nebenstelle. Nur einen (für mich) gewaltigen Wellengang. Vermutlich extra zugeschaltet. Die Lösung, warum ich das Bewegungsbad nicht in der Zentrale machen konnte, sondern dafür in die Nebenstelle musste, ist übrigens, dass in der Zentrale nur Reha-Patienten in diesen Genuss kommen. Weiter geht es, den Gang entlang. Nach einigen leichten Abbiegungen laufe ich an einem 20cm hohen Becken vorbei, welches in der Mitte ausgespart ist. Es hat ein genoppten Metallboden und ein älterer Herr läuft in einer Art Stechschritt darin im Kreis herum. Schließlich erreichen wir einige abgetrennte Räume mit den bekannten Vorhängen. Mittlerweile ist die Sonne herausgekommen und da ich mich nun direkt hinter den Milchglas-Außenscheiben zur Straße des Gebäudes befinde, ist das Zimmer hell erleuchtet. Sehr angenehm. Danach folgt eine sehr lange Massage. Während wir bei Vicky immer die 30 Minuten Drainage und die 20 Minuten Training zeitlich einfach getauscht haben und das Training dabei noch verlängert haben, bekam ich nun die volle Massage-Zeit. Anschließend geht's hoch zu Vicky. Wie gewohnt stoße ich mit der Krücke an den elektrischen Türöffner und gehe hindurch, um im langen Gang Platz nehmen zu können. Ich mustere die anderen Patienten und... oha... siehe da: Auf dem äußersten Stuhl sitzt Kay, mein Bettnachbar #3 aus dem Krankenhaus. Umgehend begrüßen wir uns und kommen ins Gespräch. Kay ist zur Reha dort und zeigt mir seinen Reha-Plan. Dort stehen einige ziemlich nutzlose Sachen drin, wie eine Berufsberatung, Ernährungsberatung und allgemeine Gespräche. Hoffentlich würde meiner nicht auch so aussehen... Außerdem hat Kay eine Lösung für das schlechte Krankenhaus-Essen aus der Uni. Demnach wird wohl das Essen zwei Tage vorher in Kassel angerichtet und sofort tiefgefroren. Kein Wunder, dass es dann so ein Matsch ist! Übrigens hat er das selbe Problem wie ich und findet zu seinen greisen Mit-Patienten nicht wirklich einen Kontakt. Mitten im Gespräch wird er leider aufgerufen und muss gehen. Wir sehen uns bestimmt nochmal Kay. ;-) Erst jetzt bemerke ich, dass die Zeit zwischen den zwei getrennten Behandlungen sehr großzügig gewählt wurde, also musste ich noch zehn Minuten warten, bevor Vicky bereit war. Ich berichte vom Erfolg im Bewegungsbad und den letzten D-Arzt Aussagen. Dementsprechend machen wir nun neue Übungen, bei denen es darum geht, das Gewicht im Stehen wieder auf die linke Seite zu legen oder nur auf der rechten Po-Seite auf der erhöhten Pritsche sitzend, das linke Bein von vorne nach hinten zu bewegen. Mittendrin fällt ihr auf, dass meine äußerste linke Schraube beim gestreckten Bein noch weiter heraus schaut und nun eine kleine Wölbung an der Narbe bildet. Sehr befremdend, hoffentlich ist das Knie nur weiter abgeschwollen und nicht dass sich tatsächlich die Schraube leicht aus dem Knochen heraus gedreht hat. Gruselige Vorstellung. Sogleich reift in mir der Plan, die letzten Röntgenbilder übereinander zu legen um das zu prüfen. ~ Dienstag, 28.01.2014. ~ Brzzzt. Ja, der Wechsel war erfolgreich. Gut gemacht. Vergiss nicht, den Zählerstand zu übernehmen. Wie denn, was denn? Du bist schon vor Ort? Bleib erstmal so stehen und warte auf mich. Was? Ist mir egal, ob du da ungünstig stehst! Wir hatten nach dem Wechsel vereinbart, dass ich zuerst darf, also reiße dich gefälligst zusammen! Alter!? Übe dich mal ein wenig in Geduld und höre auf mich anzuschreien. Warte. Er bewegt sich auf dich zu. Ich sehe dich, bin nun auch vor Ort. Still jetzt. Okay, was machen wir? Hast du 'nen Plan? Nicht? Gut, dann wie immer. Halten. Halten! HALTEN!!! Ich bin jetzt zirka zehn Sekunden am Standort. Ich setze mich langsam in Bewegung. Gut, ich bin unten angekommen. Jetzt du, aber folge mir nicht direkt. Ja, genau so. Perfekt, diese Richtung, die Entfernung passt auch. Hahahahaha, das war heute Nummer 34. Insgesamt schon 2518. Hörst du, wie er schreit und zetert? Ich könnte das den ganzen Tag machen. Vorsicht, er hat dich. Liegst du noch? Oh, wieso bist du da drüben? Du hast dich ein wenig mit der Neigung verausgabt. Übertreib es nicht, das fällt sonst auf. Achtung, der Vollpfosten kommt zu mir. Muahahaha, schau dir mal diesen Deppen an, jetzt hüpft er sogar. Kumpel, hast du schonmal sowas peinliches gesehen? Argh. Er hat mich! Zum Glück hat er nichts dazu gelernt. Ich bin schon wieder frei und stecke nun ziemlich stabil in einer Art Ecke fest. Das ist doch mal eine Herausforderung! Ich stehe immer noch fest verankert... ich halte die Position... ich halte... ich halte... der Countdown läuft: 5... 4... 3... 2... 1... woohoooooo, ich faaaaaalleeeeeee!!! Mach schon, spring mir hinterher! YEAH, fast parallel. Guten Flug! Hast du eigentlich das von Karl gehört? So alt und weise und dann trotzdem volles Rohr auf die Straße gerutscht und überfahren worden. Schade um ihn. Naja, ich trage ohnehin schon schwarz, vielleicht besuchen wir ihn ja mal. Kennst du eigentlich den? Kommen zwei Leidensgenossen in 'ne Bar, sagt die ein... äh... hey warte mal... Da liest doch jemand mit! Werden wir abgehört und protokolliert?!!! Was für eine Frequenz hast du gewählt??? Standard 7? Verdammt nochmal, rechte Krücke, muss ich denn alles alleine machen? So bekommst du nie deinen Namen vom Sanitätshaus! Unverzüglicher Wechsel auf Krücken-Notfall-Frequenz ZZ9 Plural Z Alpha. Brzzzt. Na, nichts Tolles gab es heute. Draußen frieren alle Leute. Ich lieg herum, üb' und esse. Die Krücken fallen, meine Fresse. Jeden Tag die selben Rhythmen. Ich könnte ein Gedicht dem widmen. Doch warum sollt ich danach streben? Muss nun vom Boden Krücken heben! Schau an, ich bin auf Seite vier. So, der Text jetzt endet hier. To be continued... nächstes Kapitel: Überraschungsbesuch -- Mit freundlichen Grüßen Carsten Zinke - xRes Support - ________________________________________________________ TraSo GmbH Georg-Schumann-Str. 294 D-04159 Leipzig Tel.: +49 341 909 87 45 / Fax: +49 341 909 87 49 E-Mail: c.zinke@traso.de Internet: http://www.traso.de ________________________________________________________ Geschäftsführer: Haiko Gerdes Handelsregister: Amtsgericht Leipzig, HRB 21850
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Carsten Zinke